zeugnis
Carmen, 24 Jahre

Ich bin seit November 2010 in der Pottershaus Gemeinde in Wiesbaden. Für ein
Leben mit Jesus habe ich mich während einer Evangelisation mit Evangelist Edwin
Jonkhout aus Holland im Dezember 2010 entschieden.
Mein Leben begann schon mit einigen Schwierigkeiten. Im Alter von 2 Jahren
kam ich zu einer Pflegefamilie, da meine Mutter nicht für mich sorgen konnte.
Ein Jahr später starb sie. Diese Familie waren entschiedene Christen. Ich lernte
also schon von Kindheit an, dass es einen Gott gibt, der uns liebt und das Beste
für uns möchte.
Sonntags ging ich mit in den Gottesdienst. Dort, in der Kinderstunde, lernte
ich viel von Gott und seinem Sohn Jesus Christus. Als ich älter wurde, nahm ich
zusätzlich freitags am Jugendkreis teil. Auch Jugend- und Musikfreizeiten waren
ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich sang im Kinder-Jugendchor, spielte
in einigen Musicals mit und nahm am Konfirmationsunterricht teil.
Trotzdem fand ich nie eine persönliche Beziehung zu Gott. Ich dachte mir,
später ist immer noch Zeit dafür und nahm das Ganze nicht ernst. Von da an
wollte ich mein Leben selber gestalten und zwar ohne Gott. Die Schlussfolgerung
daraus war, dass ich sonntags nicht mehr in den Gottesdienst und auch freitags
nicht in den Jugendkreis ging.
Doch so einfach wie ich es mir vorgestellt hatte, war es nicht. In der Schule
wurde ich Opfer verbaler Gewalt, so dass ich diese fluchtartig mit einem gerade
so bestandenen Hauptschulabschluss verließ. Ich verfiel in Angstzustände und
Depressionen. Auch eine 6-monatige stationäre Therapie half mir nicht weiter.
Ich brach einige Maßnahmen des Arbeitsamtes ab und rutschte immer weiter in die
Einsamkeit und Verzweiflung. Es musste doch irgendetwas geben, was mich wieder
herausholen und aufbauen könnte!
Ein kleiner Hoffnungsschimmer war ein freiwilliges soziales Jahr, das ich im
Alter von 17 Jahren in einem christlichen Erholungsheim im Westerwald
absolvierte. Dort war ich von vielen Christen umgeben, die mir viel Kraft gaben
und mich so annahmen wie ich war. Gab es vielleicht doch noch einen Weg zurück
zu Gott?
Dieser Gedanke zerplatzte aber ganz schnell, als ich mit 18 Jahren meine
Ausbildung als Hauswirtschafterin anfing. Ich hing mit falschen Freunden rum und
genoss die Freuden des Lebens. Die Konsequenz daraus folgte auf den Fuß: Ich
wurde schwanger und musste meine Ausbildung unterbrechen. War es vielleicht das,
was ich wollte? Ein uneheliches Kind, alleinerziehende Mama ohne Ausbildung?
Schnell kam ich an meine Grenzen und entschied mich meinen Sohn in eine
Pflegefamilie zu geben. Nun konnte ich auch meine Ausbildung fortsetzen, die
ich im Sommer 2010 erfolgreich beendete.
Jedoch kam jetzt zu meiner Einsamkeit und der Verzweiflung das Gefühl des
Versagens, meinem Sohn eine schlechte Mutter gewesen zu sein, hinzu. Ich kam zu
dem Entschluss dass sich etwas in meinem Leben verändern musste. Und zwar
schnell!
Durch Gottes Führung kam ich eines Samstagabends zu einem Konzert der
Pottershaus Gemeinde in Wiesbaden. Die Texte der Songs und die Atmosphäre
berührten mich sehr und ich merkte, dass diese Menschen anders waren. Ohne
Vorurteile. Ich kam mit Elisabeth, der Frau des Pastors der Gemeinde, ins
Gespräch und wurde für Sonntagmorgen zum Gottesdienst eingeladen.
So begannen meine Besuche in dieser Gemeinde. Ich bin froh, dass mich Gott in
all den Jahren nicht vergessen und um mich gekämpft hat. Er hat mich zu einem
neuen Menschen gemacht. Dies war nur möglich, durch mein Eingestehen meiner
Sünden. Jetzt habe ich die Gewissheit, dass Er mir diese vergeben hat und ich
von neuem beginnen kann. Aber nicht nur das. Er hat mich von Depression und
Krankheit geheilt. Ihm verdanke ich mein neues Leben. Ich kann mir nicht mehr
vorstellen ohne Ihn zu sein. Ein Tag ohne Gott ist ein verlorener Tag!
Am 21.05.2011 ließ ich mich taufen. Meine Entscheidung für ein Leben mit
Jesus, ist die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe!
Eure Carmen
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